Starbucks feuert langjährigen IWW Gewerkschaftsaktivisten Daniel Gross

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Kündigungen wegen gewerkschaftlicher Betätigung:

Internationale Proteste gegen Starbucks

Durch den Mailverteiler der IWW-Starbucks-Workers-Union mussten wir vor einigen Tagen erfahren, dass einem Mitbegründer der Gewerkschaft, Daniel Gross, nach einer schmierigen internen Untersuchung gekündigt wurde. Die Wobblies rufen deshalb zu internationalen Aktionen gegen Starbucks auf.

Die Kündigung wurde am Sonntag ausgesprochen, nachdem das Unternehmen eine sogenannte “interne Untersuchung” gegen Daniel Gross angestrengt hatte. Hintergrund ist der verstärkte Versuch des Starbucks-Managements, die GewerkschafterInnen der Industrial Workers of the World (IWW) in ihren Läden auszuschalten. So wurden in den letzten Wochen mehrere IWW-Mitglieder gefeuert, was die IWW mit Blockadeaktionen und Proteststreiks in mehreren New Yorker starbucks-Filialen beantwortete. Bei einer dieser Kundgebungen hatte Daniel Gross sich mit den gekündigten solidarisiert, was ihm nun zum Verhängnis werden soll, wenn es nach den Starbucks-Bossen geht.
Diese von vielen Augenzeugen bestätigte Solidaritätsbekundung mit einem anderen IWW-Gewerkschafter wurde von Starbucks als “bedrohend” umgedeutet und als Grund zum Rausschmiss verwendet. Um diese gesetzwidrige Entlassung weiter zu decken, bescheinigt Starbucks Daniel schlechte Leistung wie z.B. “mangelnde Kommunikation von Themen, welche die Geschäftsmoral betreffen, an den Filialleiter” (“noncommunication of partner moral issues”). Dazu gehören, wie vom Manager bestätigt wurde, auch Beschwerden über Löhne und Arbeitsbedingungen.
Im Klartext fordert Starbucks somit nichts anderes als permanente gegenseitige Überwachung der KollegInnen untereinander. Mit der Entlassung der IWW-Mitglieder Daniel Gross, Evan Winterscheidt, Joe Agins Jr und Charles Fostrom in weniger als einem Jahr, hat Starbucks endgültig demonstriert, was sie von gewerkschaftlicher Organisierung halten.


Es ist nicht der erste Versuch, Daniel Gross loszuwerden. Bereits 2003/2004, als er mit einigen wenigen Leuten erstmals in einer Starbucks-Filiale versuchte, eine Gruppe der IWW aufzubauen und diese als für die Beschäftigten dort vertretungsberechtigt registrieren zu lassen, versuchte das Starbucks-Management, ihn zu kündigen, was damals durch massive Solidaritätsaktionen verhindert wurde. Damals war Starbucks noch eine weitgehend gewerkschaftsfreie Zone. Inzwischen hat die IWW 5 New Yorker Starbucks-Filialen organisiert und deutliche Verbesserungen der Bezahlungen wie der Arbeitsbedingungen für die dort Beschäftigten durchgesetzt. Die Starbucks Workers Union der IWW (www.starbucksunion.org) schickt sich inzwischen an, US-weit und darüber hinaus in Starbucks-Filialen Präsenz zu zeigen. Entsprechend nervös wird allmählich die Unternehmensleitung, deren eigentliches Ziel ein komplett gewerkschaftsfreies Unternehmen ist. Nachdem ernsthafte Organisierungsversuche reformistischer Gewerkschaften gar nicht erst erfolgten, ist es nun ausgerechnet die sozialrevolutionäre IWW mit ihren direkten und konfrontativen Aktionsformen, die dieses Ziel zunahmend konterkariert. Um dem zu begegnen, verschärft das Management jetzt die Gangart.

– Zeigen wir dem Starbucks-Managament, dass wir diese Repressionswelle gegen widerständige ArbeiterInnen nicht hinnehmen!

– Weltweite kreative, laute und sichtbare Aktionen vor Starbucks-Filialen können ungeahnte Wirkung haben, Starbucks ist nicht unangreifbar!

1) Verurteilt das Verhalten von Starbucks öffentlich!

2) Bringt Euer sauer verdientes Geld nicht zu Starbucks bis das Recht auf gewerkschaftliche Organisierung respektiert wird und Gross und die anderen IWW-Baristas wieder eingestellt werden. Nehmt Teil an der E-Mail-Action-Kampagne und ermutigt andere, ebenfalls teilzunehmen

3) Unternehmt Flugblatt- und Protestaktionen vor Starbucks-Filialen
falls das in eurer lokalen Umgebung möglich ist. Nehmt vorher Kontakt mit den Baristas auf um sie in die Aktion miteinzubeziehen.

Gebt Infos an die IWW-Starbucks Union (http://www.starbucksunion.org/) weiter

Industrial Workers of the World (IWW) in Deutschland, Österreich, Luxembourg

Aktuelle Infos findet ihr auch auf der Seite der Freien ArbeiterInnen Union

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