Archive for the 'Geschriebenes' Category

Jedes kleine Kind kann aufwachsen um Präsident zu werden

Nein sie können’s nicht. Um Präsident zu sein, genau wie Millardär zu sein, muss man eine Position hierarchischer Macht besetzen: Für jede Person welche Präsident ist, muss es Millionen geben die es nicht sind. Es ist kein Zufall das Millardäre und Präsidenten dazu neigen zusammenzukommen; beide existieren in einer priviligierten Welt, welche Uns dem Rest verschloßen bleibt. A propos Millardäre, unsere Ökonomie ist nicht ganz demokratisch – der Kapitalismus verteilt Kapital in absurd ungleichen Größenverhältnissen und du musst mit Kapital starten wenn du jemals gewählt werden willst.

frei übersetzt aus Expect Resistance, Crimethinc, 2007 

Web 2.0 für AnarchistInnen

Das Internet hat sich innerhalb der letzten 5 Jahren stark verändert, nicht nur die NutzerInnenbasis hat sich in den 1. Welt Ländern stark ausgeweitet. Auch die Art des Internets hat sich geändert, waren vor wenigen Jahren die meisten Seiten und Services extrem statisch und deren Einrichtung nur einer kleinen technischen Elite möglich wurde das Web in den letzten Jahren dynamischer und einfacher. Dieses neue Web – Blogs, Wikipedia, Soziale-Netzwerke (Myspace, del.icio.us) etc. – wird Web 2.0 genannt.
Ich denke das wir AnarchistInnen dieses neue Web nutzen sollten wenn auch mit Achtsamkeit. Einige mögen einwerfen das es besser sei eigene Strukturen im Internet Aufzubauen, dem stimme ich auch zu. Dennoch denke ich das es durchaus Vorteile hat bereits bestehende Strukturen zu nutzen. Als Beispiel sei genannt das mensch mittels Lesezeichen-Netzwerken wie del.icio.us viel mehr Leute erreichen kann und somit auch kritische Inhalte wesentlich einfacher an die Menschen herangebracht werden können als über eigene Strukturen.
Die Ganze neue glitzernde Web 2.0 Welt sollte dennoch kritisch und reflektierend beobachtet werden: Biete sie uns zwar oft kostenlose und nützliche Möglichkeiten sollten wir dennoch aufpassen wie wir mit ihnen umgehen; Ist es für dich z.B. wichtig das deine Identität gewahrt wird solltest du auf passen was du über web 2.0 Strukturen veröffentlichst. Wenn du nicht willst das alle wissen wo du wohnst solltest du z.B. darauf verzichten über deine Stadt zu bloggen oder viele Links über diese Stadt in Lesezeichen-Netzwerken zu speichern.

Im folgenden möchte ich einige Kinder des Web 2.0 kurz vorstellen und darstellen wie diese von Nutzen für uns sein können. Nach jedem Abschnitt gibt es einen Link auf Wikipedia für weiterführende Informationen sowie weitere Links. Diese Liste ist unvollständig und wird wahrscheinlich noch ergänzt.

Blogs
Ein Blog ist eine besondere Form einer Internet-Seite. Dabei werden Einträge ähnlich wie in einem Tagebuch dem Datum nach veröffentlicht und über Kategorien und Tags in Themen Bereiche unterteilt. Blogs gibt es heute in vielen Formen über viele Themen und sind für Leien leicht zu erstellen und zu bearbeiten. Blogs können z.B. Interessant für dich sein wenn du ein Zine veröffentlichst und dieses auch über das Internet verbreiten möchtest, eine Gruppe von dir schnell mal eine Webseite braucht oder du einfach Kommentare zu dies und jenem oder selbst Geschriebenes nicht nur für dich behalten möchtest.


Podcasts
Podcasts sind ursprünglich einfach nur vertonte Blog-artige-Beiträge, mittlerweile geht diese Form aber bereits teilweise eher in die Richtung von Radiosendern, allerdings mit dem großen Unterschied das die ZuhörerInnen selbst bestimmen können was sie wann wo hören wollen.
Ihr macht Radiosendungen auf einem lokalen freien Radio o.a.? Veröffentlicht eure Sendungen doch als Podcast dann kann jeder mithören!

Photoblogs
Photoblogs sind eigentlich nicht weiteres als Blogs die aber weniger wert auf Text als auf Bilder legen. Bilder können beschrieben, kategorisiert und kommentiert werden. Sicher interesant für die Leute unter uns die schon mal gerne die letzte Demo oder Aktion fotografieren.

Wikis

Ein Wiki (auch WikiWiki oder WikiWeb genannt) ist eine Seitensammlung, die von den BenutzerInnen nicht nur gelesen, sondern auch regelmässig online geändert werden können. Solche Wikis können sowohl im Internet (WWW) als auch in einem Intranet genutzt werden. Elementar für ein Wiki ist die Auflösung der LeserInnen- und AutorInnen-Rollen bzw. die Zusammenlegung dieser. (aus Anarchopedia)
Möchtest du eine Internet-Seite ohne Hierarchien mittels einer horizontalen Struktur betreiben? Dann ist ein Wiki wahrscheinlich die beste Möglichkeit dazu.

Myspace.com
Myspace ist wohl das bekannteste Soziale-Netzwerk, dabei geht es hauptsächlich darum mit FreundInnen privat und in Gruppen Netzwerke aufzubauen. Hierzu erstellen BenutzerInnen Profile über diese nach gemeinsamen (Musik- etc.)Interessen gesucht werden kann. Es gibt viele AnarchistInnen und libertäre Gruppen die Myspace benutzen, einige Gruppen benutzen ihr Myspace-Profil sogar als Webseiten Ersatz. Myspace ist deshalb sicher ein Ort wo mensch viele GesinnungsgenossInnen aus aller Welt treffen kann ist aber genau deshalb um so gefährlicher: Wenn das FBI oder der Staatsschutz nach “Öko-TerroristInnen” und deren SympathisantInnen sucht brauchen diese einfach nur die Freundes-Netzwerke der entsprechenden Profile durch zu forsten und werden sicherlich bei min. 50% der Profile eine genauere Adresse herausfinden können, das ist keine übertriebene Paranoia sondern bereits vorgekommen.

to be continued

Rethink »Rethinking Crimethinc.«

W. posted the quite interesting Crimethinc. critique »Rethinking Crimethinc.« on Anarkismo. I kind of waited for such a critique and am going to write one in the near future, but I think its not that simply as W. writes.

Although I agree with W. in most of his points, I think Crimethinc. shouldn’t be reduced to dropping out, dumpster diving and so on. There are a lot of really intersting and usefull texts by crimethincers, in fact I think the traditional and “more crimethinc.” anarchrist movement should learn from each other.

I completly disagree with the concept of dropping out as an general revolutionary Act, but it can be exactly as revolutionary, if drop outs do not just sit around, eat garbage and feel liberated but use their time for antipolitical activities, as anarcho-syndicalist union organisation (just an example for the traditional movement). The Crimethinc. critiques of the traditional movement are often a bit over the edge but they often have some truth in it. The traditional movement often really is too much fixated on the history (spanish civilwar) but that doesn’t mean that we have to reject our history! Our history is important because it shows us where we’d come from and what we did wrong in the past times, also we should pay tribute to all anarchists before us, without them these ideas of freedom and self-organisation would be lost today. But we shouldn’t forget to focus, mainly, on the world today.

So my personal opinion is: Crimethinc. has some good points which shouldn’t be ignored. On the same hand the traditional anarchist movement has some good points that shouldn’t be ignored so… lets have a mixture of all the good points and voila maybe that could really help the anarchist movement overall.

In diesem sinne: für den Pop-Syndikalismus!

Acht Gründe warum KapitalistInnen dir Deo verkaufen wollen

  1. Körper Gerüche sind erotisch und sexy. KapitalistInnen mögen das nicht weil sie impotent sind und alle manifestationen von Sexualität und Sinneslust ablehnen. Sexuell-Wache Menschen sind potentiell gefährlich für die KapitalistInnen und ihr rigides asexuelles System.
  2. Körpergeruche erinnern uns daran das wir Tiere sind. KapitalistInnen möchten nicht das wir daran erinnert werden. Tiere sind schmutzig. Sie essen vom Boden, nicht aus plastik Verpackungen. Sie sind offen sexuell. Sie tragen keine Anzüge und Krawatten und sie pflegen ihre Haare nicht. Sie erscheinen nicht pünktlich zur Arbeit.
  3. Körpergerüche sind einzigartig. JedEr hat seinen eigenen Körpergeruch. KapitalistInnen mögen Individualität nicht. Es gibt millionen verschiedene Körpergerüche aber nur ein paar Deo-Gerüche.
  4. Manche Deos schädigen deine Gesundheit. KapitalistInnen mögen das weil sie immer nach neuen Krankheiten suchen die sie heilen können. KapitalistInnen erfinden gerne neue Medikamente. Durch Medikamende verdienen sie Geld und Gewinnen tolle Preise; auch haben sie oft Nebenwirkungen so das die KapitalistInnen noch mehr Medikamente erfinden können.
  5. Deos kosten Geld. Das erfreut die KapitalistInnen besonders.
  6. Deos verstecken den Schaden den KapitalistInnen deinem Körper zufügen. Das essen von Fleisch oder anderer mit Chemie vollgepumpter Nahrung, welche von den KapitalistInnen verkauft wird, macht deinen Geruch schlecht.
  7. Deo-BenutzerInnen sind unsicher. KapitalistInnen mögen unsichere Menschen. Unsichere Menschen machen keine Probleme. Unsichere Menschen kaufen außerdem Raum freshener, Haarspülungen, Make-Up und Zeitschriften mit Artikeln über Diäten.
  8. Deos sind unnötig. KapitalistInnen sind darauf besonders stolz und gewinnen Marketing-Preise dafür.

Aus Days Of War, Nights Of Love, Kapitel »H for Hygiene«; Übersetzt von BRiB

Leben

Es stellt sich die Frage ob das Leben das ist was wir so nennen, oder das was uns verschloßen belibt…

Der General

Der General hat nur achtzig und der Feind fünftausend Männer. In seinem Zelt weint und flucht der General. Dann schreibt er eine inspirierende Proklamation. Brieftauben bringen Kopien ins feindliche Lager. Zweitausend desertieren zum General. Dem folgt eine Schlacht die der General ohne große Anstrengungen gewinnt worauf zwei Regimenter auf seine Seite wechseln. Drei Tage später hat der Feind nur noch achtzig und der General fünftausend Männer. Wieder schreibt der General eine Proklamation und neunundsiebzig weitere Männer desertieren. Nur noch ein Feind ist übrig, umstellt von der Armee des Generals, welche in Stille wartet. Die Nacht geht vorrüber und der Feind ist immernoch nicht an die Front gekommen. Der General weint und flucht in seinem Zelt. Als der Tag anbricht zieht der Feind sein Schwert und geht zum Zelt des Generals. Er geht hinein und schaut ihn an. Die Armee des Generals verschwindet. Die Sonne geht auf.

Letzte oder Vorletzte Seite des Buches »Days Of War, Nights Of Love«, übersetzt von brib


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